Ein Teppich wird täglich beansprucht: durch Staub, Schritte und gelegentlich ein umgekipptes Glas. Die richtige Teppichpflege hilft, sein Aussehen zu erhalten und vermeidbaren Verschleiß zu reduzieren. Manche gut gemeinten Reinigungsgewohnheiten belasten das Material jedoch zusätzlich. Entscheidend sind immer die Verarbeitung, das Material und das Pflegeetikett.
Hier erfahren Sie, welche acht Fehler häufig vorkommen und was Sie stattdessen tun können. Bei einem waschbaren zweiteiligen Teppich benötigen die abnehmbare Oberlage und die rutschhemmende Basis möglicherweise unterschiedliche Pflege. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zu zweiteiligen Teppichen.
1. Erst saugen, wenn Schmutz sichtbar ist
Feiner Staub und kleine Schmutzpartikel können sich zwischen den Fasern sammeln, bevor der Teppich sichtbar verschmutzt ist. Beim Begehen reiben sie am Gewebe und tragen zur Abnutzung bei.
Besser: Saugen Sie regelmäßig und passen Sie die Häufigkeit an Nutzung, Haustiere und Pflegehinweise an. Zweimal pro Woche kann für einen stark genutzten Raum ein sinnvoller Ausgangspunkt sein, ist aber keine allgemeine Pflicht. Verwenden Sie eine geeignete Düse und Saugstufe. Schalten Sie die rotierende Bürste aus, falls der Hersteller dies vorgibt, und meiden Sie lose Fransen und Kanten.
2. Ungeeignete oder aggressive Reinigungsmittel verwenden
Bleichmittel, starke Chemikalien und selbst gemischte Reiniger können Farben verändern oder Fasern beschädigen. Was einem Teppich nicht schadet, kann für einen anderen ungeeignet sein.
Besser: Verwenden Sie nur Mittel, die laut Pflegeanleitung geeignet sind. Testen Sie diese an einer unauffälligen Stelle und lassen Sie den Bereich trocknen. Beachten Sie bei waschbaren Oberlagen die empfohlene Waschmittelmenge: Eine höhere Dosis reinigt nicht automatisch besser und kann Rückstände hinterlassen. Mischen Sie keine Reinigungsmittel.
3. Flecken kräftig verreiben
Starkes Reiben kann Flüssigkeit verteilen und die Oberfläche aufrauen. Auch langes Warten erschwert häufig die Fleckenentfernung.
Besser: Entfernen Sie feste Rückstände vorsichtig und tupfen Sie Flüssigkeit mit einem sauberen, weißen, saugfähigen Tuch ab. Arbeiten Sie vom Rand zur Mitte und wechseln Sie auf eine trockene Tuchstelle. Verwenden Sie möglichst wenig Feuchtigkeit und beachten Sie die Fleckenhinweise des Herstellers. Bei empfindlichen oder unbekannten Materialien hilft ein Fachbetrieb.
4. Den Teppich noch feucht zurücklegen
Eingeschlossene Feuchtigkeit kann unangenehme Gerüche und Schimmelbildung begünstigen. Auch ein feuchtigkeitsempfindlicher Boden kann darunter leiden.
Besser: Lassen Sie den Teppich gemäß Pflegeanleitung vollständig und bei guter Luftzirkulation trocknen. Vermeiden Sie starke Hitze und direkte Sonne, sofern das Etikett sie nicht ausdrücklich erlaubt. Bei zweiteiligen Teppichen müssen Oberlage, Basis und Boden trocken sein. Maschinenwaschbar bedeutet nicht automatisch trocknergeeignet.
5. Die Basis vernachlässigen oder eine falsche Unterlage wählen
Eine unpassende oder schlecht liegende Unterlage kann Verrutschen, Falten und Reibung begünstigen. Auch Staub und Feuchtigkeit unter dem Teppich sollten entfernt werden.
Besser: Nutzen Sie die zum Teppich gehörende beziehungsweise geeignete Basis und prüfen Sie deren Eignung für Ihren Boden. Sie sollte sauber, trocken und glatt liegen. Modemas zweiteiliges System besitzt eine separate rutschhemmende Basis. Ergänzen Sie nicht automatisch eine weitere Unterlage und waschen Sie die Basis nicht ohne entsprechende Freigabe zusammen mit der Oberlage.
6. Dauerhaft direkte Sonne auf den Teppich fallen lassen
Wiederholte intensive Sonneneinstrahlung kann Farben allmählich ausbleichen. Unter Möbeln geschützte Stellen können sich anders entwickeln als freie Bereiche.
Besser: Begrenzen Sie längere direkte Sonneneinstrahlung durch Vorhänge oder Jalousien. Berücksichtigen Sie den Sonnenverlauf bei der Platzierung. Drehen kann die Belastung gleichmäßiger verteilen, verhindert das Ausbleichen aber nicht. Unser Ratgeber zu Teppichfarben und Raumbeleuchtung bietet weitere Hinweise.
7. Kanten und kleine Schäden übersehen
Lose Einfassungen, hochstehende Ecken oder von Möbeln und Staubsaugern erfasste Fäden können sich zu größeren Schäden entwickeln.
Besser: Kontrollieren Sie beim Reinigen auch die Ränder. Ziehen Sie nicht an losen Fäden und knicken Sie empfindliche Kanten nicht immer wieder um. Türen sollten frei über den Teppich gleiten können; beide Lagen müssen glatt liegen. Fragen Sie bei Schäden den Anbieter oder eine Teppichreparatur, bevor Sie selbst eingreifen.
8. Den Teppich nie drehen
Die Wege zwischen Tür, Sofa und Tisch werden stärker beansprucht als ruhige Ecken. Eine unveränderte Ausrichtung kann die Abnutzung auf wenige Stellen konzentrieren.
Besser: Drehen Sie den Teppich nach Möglichkeit alle drei bis sechs Monate um 180 Grad. Form und Raumaufteilung müssen dies zulassen. Prüfen Sie dabei die Unterseite und heben Sie Möbel an, statt sie über den Teppich zu ziehen.
Eine einfache Routine für waschbare zweiteilige Teppiche
- Regelmäßig mit geeigneter Düse und Saugstufe saugen.
- Flüssigkeiten zeitnah abtupfen und vor der Reinigung das Pflegeetikett lesen.
- Nur die ausdrücklich maschinenwaschbare Lage abnehmen und waschen. Programm, Temperatur, Waschmittel und Maschinenkapazität beachten.
- Die Basis separat nach Anleitung reinigen. Erst wieder zusammensetzen, wenn beide Lagen und der Boden vollständig trocken sind.
Entdecken Sie die Modema Teppichkollektion und prüfen Sie die Pflegehinweise des jeweiligen Modells. Regelmäßige Pflege kann die Nutzungsdauer unterstützen; eine bestimmte Lebensdauer lässt sich daraus nicht garantieren.
Häufige Fragen zur Teppichpflege
Wie oft sollte ich einen Teppich saugen?
Richten Sie sich nach Pflegeetikett und Nutzung. In stark beanspruchten Räumen kann zweimaliges Saugen pro Woche oder bei Bedarf häufiger sinnvoll sein.
Darf der gesamte zweiteilige Teppich in die Waschmaschine?
Nicht automatisch. Eine waschbare Oberlage bedeutet nicht, dass auch die Basis maschinenwaschbar ist. Beachten Sie die getrennten Pflegehinweise.
Sollte ich einen frischen Fleck schrubben?
Tupfen Sie ihn lieber vorsichtig mit einem sauberen weißen Tuch ab. Durchnässen Sie den Teppich nicht und wählen Sie eine zum Material passende Reinigung.
Wann kann ich den Teppich nach dem Waschen zurücklegen?
Erst wenn er vollständig trocken ist. Bei zweiteiligen Teppichen müssen auch die Basis und der Boden sauber und trocken sein.